FSK12 Ten Minutes Older - The Trumpet/ The Cello

Der Gaukler
Ten Minutes Older - The Trumpet/ The Cello




Titel: „Ten Minutes Older – The Trumpet / The Cello“ (2002)
Vertrieb: „Media Cooperation One“
Laufzeit: ca .190 Min
ASIN: B00018WKKE

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„Ten Minutes Older“ heißt die Sammlung von fünfzehn Kurzfilmen verschiedenster Filmemacher und Regiesseure aus aller Welt.
Zwei DVDs bilden die Zusammenstellung, in der die einzelnen Beiträge der Künstler durch den schönen und ungewöhnlichen Soundtrack von Paul Englishby zu einem Gesamtwerk verbunden werden. Nur mit Trompete und Cello wird der Zuschauer durch die ebenso benannten Zusammenstellungen (DVD 1: „The Trumpet“, DVD 2: „The Cello“) geleitet und darf sich an höchst abwechslungsreichen Kurzfilmen erfreuen:
Fünfzehn mal geht es um das Thema Zeit, das zugegebener Maßen nicht gerade originell ist, aber eben genau deshalb wirklich zu beeindrucken vermag. Es ist erstens äußerst interessant zu sehen, was Künstler wie Jim Jarmusch oder Wim Wenders mit einem solchem Thema machen und zum anderen äußerst beruhigend, wie schlicht und einfach zum Beispiel Werner Herzog oder Jirí Menzel damit umgehen. Keine Schnörkel, keine Angst vor Klischee und auf der anderen Seite doch viele neue und interessante Betrachtungsweisen.
Da gibt es von der einfachen aber rührenden Dokumentation „Ten Thousand Years Older“, in der Herzog über den Rest des Indianerstammes der Uru Eus berichtet und sich dabei wieder in die Nähe der Drehorte von „Fitzcarraldo“ (1982 mit Kinski und Cardinale) begibt, über den poetischen Chen Kaige Film „100 Flowers Hidden Deep“ über ein Umzugsunternehmen und einen verrückten Weisen, bis zur äußerst brutalen und verfremdeten Collage „Dans Le Noir Du Temps“ von Jean-Luc Godard, wirklich alles erdenkliche zu finden. Auch der historisch angehauchte Film „Lifeline“ (Vívtor Erice) fügt sich da ebenso gut ein wie Michael Radfords tragisch absurdes Science-Fiction Szenario „Addicted To The Stars“.

Das beiliegende geklammerte Heftchen stellt sowohl die Filmemacher als auch die Filme ausführlich vor und rundet die Collection gut ab.
Jeden Film einzeln in seiner vollen Tiefe zu beschreiben würde hier leider zuviel Platz ein- und wahrscheinlich auch zuviel vorwegnehmen, und eine besonders präsentationswürdige Auswahl zu treffen fällt auch schwer. Daher empfehle ich die über den „MC One“ Verleih erhältiche DVD und erfreue mich jetzt nochmal an meinen Lieblingen...

Der Gaukler
später kommen noch einige detailliertere Besprechungen zu den Einzelfilmen.
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